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Die Ertholmenen (Erbseninseln)

Etwa 18 Kilometer nördlich von Bornholm liegt die winzig kleine Inselgruppe der Ertholmenen, zu deutsch Erbseninseln. Sie gehören zu Dänemark und Ihre Verwaltung untersteht direkt dem Marine- bzw. Verteidigungsministerium. Seit 1685, als mit dem Bau der Festung Christiansö begonnen wurde, dienten die Inseln nämlich als vorgeschobener Marinestützpunkt der dänischen Admiralität. Strategische Bedeutung erlangten sie jedoch nie wirklich und so wurde die Festung 200 Jahre lang praktisch nur für den Fremdenverkehr konserviert. Sie ist heute ein einzigartiges und lebendiges Freiluft-Museum, ein bevorzugter Ort für Maler, Künstler und Segeltouristen. Mehr unter "Abenteuer Ostsee"


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Historisches Freilichtmuseum
Die ganze Insel ist quasi ein einziges Freilichtmuseum. Die Festungsanlagen stammen noch aus der Zeit der napoleonischen Kriege um das Jahr 1808. Die Briten und ihre Verbündeten kämpften mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den agressiv expandierenden Napoleon Bonaparte. Auf seine Verkündung einer Kontinentalsperre reagierte England u.a. mit der Bombardierung Kopenhagens (1807). Es gelang den Briten im Anschluß fast die gesamte Kriegs- und Handelsflotte der Dänen zu rauben und damit die eigene Vorherrschaft auf der Ostsee zu sichern. Doch eine winzige Insel, leistete hoffnungslosen Widerstand !
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Inselbewohner
Ca. 130 Menschen wohnen permanent auf der Insel. Außer einem Hotel, im ehemaligen Haus des Festungskommandanten gibt es auch einen Kaufmannsladen, eine Gastwirtschaft, eine Töpferei und eine Räucherei auf den `Erbsen´. Neben dem Tourismus ist die Fischerei die einzige Erwerbsquelle für viele Insulaner. Täglich bringen sie ihren Fang mit dem Postschiff auf die Märkte nach Bornholm. Hier wie dort sind übrigens frisch geräucherte Bücklinge eine Delikatesse. (Eine besondere Spezialität Christiansös ist der Gewürzhering, der nur hier so zubereitet und mit Tomate, Ei und Brot serviert wird.)
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Wassermangel
Das Trinkwasser muß aus Niederschlägen gesammelt und aufbereitet werden, da kein Grundwasser zur Verfügung steht. Aufgefangen wird das Wasser noch immer in mehreren solcher historischer Zisternen (Bild links).

Nahrungs- und Stromversorgung, Müllentsorgung, sanitäre Einrichtungen und ärztliche Betreuung erfordern ebenfalls besondere Aufmerksamkeit, da die isolierte Lage lange und teure Transportwege nach Bornholm nötig macht. Im Winter gibt es zB. oft wochenlang keine Verbindung dorthin. Ein Rettungshubschrauber ist selbst im Notfall keine sichere Sache. Was nämlich, wenn es für einen Flug zu stürmisch ist?
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Tourismus
Bis zu 1200 Besucher täglich transportieren drei Fährschiffe in der Hochsaison von Bornholm nach Christiansö und wieder zurück. Das macht im Jahr etwa 70 000 Touristen zuzüglich ein paar tausend Segler, die auf Ihrem Ostseetörn hier zwischenlanden. Im Schnitt bleibt jedoch keiner der Ausflügler länger als zwei, drei Stunden auf den Inseln. Denn natürlich gibt es nur ein winzig kleines Hotel auf Christiansö. Mit vier Zimmern und insgesamt zehn Betten und gemeinsamer Toilette auf dem Flur ist das Angebot nicht gerade komfortabel. Wer es allerdings noch uriger will, kann auf dem kleinen Campingplatz im Nordosten seine Zelte aufschlagen. Doch ein Aufenthalt länger als eine Woche gilt hier schon als Langzeiturlaub!
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